Wort zum Monat
Das Wort zum Juli
Man kann es schon jetzt sagen: die Fussball-WM der Frauen ist nicht der Renner, den sich die Vermarktologen erhofft haben. Vielleicht gar nicht so verkehrt, das. Wir leben schließlich in einer Welt, in der sich der Charme einer Sache durch nichts wirkungsvoller abtöten lässt, als durch dessen Kommerzialisierung. Komme da keiner mit dem FC Barcelona. Der schöne Schein der Fussballmessiasse überstrahlt eine Geldvernichtungsmaschine, gegen die im Verhältnis gesehen der griechische Staatshaushalt eine solide Bausparkasse ist. Von ganz anderen Sachen fangen wir hier gar nicht erst an, wir würden nämlich sonst gar nicht fertig. Der schönste Fußball ist noch immer der selbst gespielte, und wann geht das besser als im Sommer? In diesem Sinne folgt das Editorial für das Juli-August-Programm der Moritzbastei, welches jetzt in allen Kneipen der Stadt zu haben ist. (mehr …)
Das Wort zum Juni
In Deutschland muss man in drei Jobs parallel arbeiten, um sich irgendwie über Wasser zu Halten. In Griechenland reicht es dagegen, tot zu sein, um eine staatliche Rente zu beziehen. Jetzt die Frage: Welcher Zustand ist erstrebenswerter? In Sachsen sollen sich die Verhältnisse übrigens den derzeitigen in Griechenland mittelfristig angleichen. Zumindest die meteorologischen. Und spätestens, wenn sich die Leipziger Tieflandsbucht zur sonnengegerbten Macchia entwickelt hat, werden wir sehen, ob die Griechen oder wir sich besser an die Umwelt angepasst haben. Darwin sagt, genau darauf kommt es an, nicht?